Unterkunft im Auslandssemester

Vor der Abreise in das abenteuerliche Auslandssemester in den USA macht man sich oft viele Gedanken über die Unterkunft. Wo soll man wohnen? Möchte man eine WG oder ein eigenes Apartment? Soll die Unterkunft auf dem Campus sein oder lieber direkt in der Stadt? Hier stellen wir Dir alle Möglichkeiten vor, wie Du während des Auslandssemesters wohnen kannst. Zu diesen Varianten zählen das Studentenwohnheim, eine WG oder eigenes Apartment und die Gastfamilie. Damit Du deine eigene Entscheidung gut abwägen kannst, beschreiben wir Dir alle Vor- und Nachteile der jeweiligen Unterkunftsart für dein Auslandssemester.

Studentenwohnheim

Das Wohnen in einem Studentenwohnheim ist in den USA an den meisten Universitäten die Regel und wird für Bachelorstudierende auch oft als einzige Möglichkeit von der Universität vorgegeben. Die "dorms" (dormitories, student residences) existieren jedoch an verschiedenen Universitäten in ganz unterschiedlichen Ausführungen. Gemeinsam haben jedoch die meisten, dass sie direkt auf dem Campus der Universität stehen - eine volle Integration in den Universitätsalltag ist somit garantiert. Eine Besonderheit für ein Auslandssemester in den USA stellt das International House der San Jose State University dar. Während andere Universitäten ihre Wohnheime nach Geschlecht, Studiengang oder den Interessen der Bewohner einteilen, existiert an der SJSU mit dem "I-House" ein eigenes Wohnheim für internationale Studierende. Rund 70 Studierende aus 35 Nationen leben dort zusammen und können sich über ihre Kultur, das Auslandssemester in den USA oder Freizeitangebote austauschen.

Sobald man sich für die Unterkunftsart des Studentenwohnheims entschieden hat, kann man sich die unterschiedlichen Zimmerangebote ansehen. An den meisten Universitäten in den USA gibt es "Shared Rooms", "Hall Style"-Rooms und "Suite Style"-Rooms. Wie der Name bereits andeutet, teilt man sich als Studierender in einem Shared Room das Zimmer mit einem weiteren Studierenden. Oft ist dies die verbreitetste Variante in amerikanischen Wohnheimen. Möchte man jedoch in einer Hall Style-Wohnung leben, kann man sich auf Ähnlichkeiten zu deutschen WGs einstellen. Hall Styles stellen für jeden Bewohner ein eigenes Zimmer bereit, wobei man sich ein Gemeinschaftsbadezimmer teilt. Schließlich gibt es mit den Suite Style-Wohnungen eine weitere Möglichkeit, die neben den Einzelzimmern und dem gemeinsamen Bad einen zusätzlichen Gemeinschaftsraum besitzen.

Vorteile eines Studentenwohnheims:

  • Vollständige Integration in den Universitätsalltag
  • Durch die Lage des Wohnheims auf dem Campus kann man das typisch amerikanische Campusleben während des Auslandssemesters genießen
  • Ideale Lernmöglichkeiten durch das Zusammenleben mit anderen Studierenden und kurzen Wegen auf dem Campus
  • Während des Auslandssemesters ist der Kontakt zu anderen Studierenden aus dem In- oder Auslands gesichert
  • Planungssicherheit bereits vor dem Abflug in die USA
  • Die Suche und Organisation nach einem Wohnheimplatz wird durch die Universität erleichtert
  • Rundum-Sorglos-Paket: Die Wohnung ist bereits mit Möbeln eingerichtet und kann direkt bezogen werden
  • Meal Plan: An vielen Universitäten in den USA besitzen die Wohnheime eigene Cafés oder Mensen

 

Nachteile eines Studentenwohnheims:

  • Die Nachfrage nach Wohnheimplätzen ist oft sehr hoch
  • Preise und Kosten für die Wohnheime können durch die hohe Nachfrage höher als bei eigenen Apartments sein
  • WGs (Shared Rooms, Suite Style, Hall Style) können nicht die gleiche Privatsphäre wie eigene Apartments bieten
  • Universitäten stellen für ihre Wohnheime eigene Regeln auf, die von den Bewohnern befolgt werden müssen

Wohnung, Apartment und Wohngemeinschaft (WG)

Ein eigenes Apartment ist auch bei amerikanischen Studierenden eine immer beliebter werdende Alternative zum Studentenwohnheim auf dem Campus. Neben privat vermieteten Zimmern gibt es zudem Wohnungen, die direkt von der Universität vermietet werden, sich jedoch nicht auf dem Campus befinden. Im Gegensatz zum Wohnheim gibt es beispielsweise weniger Regeln, die man während des Auslandssemesters in den USA befolgen muss. Des Weiteren kann die Flexibilität, die man durch das Mieten eines eigenen Apartments erhält, bei Reisen während des Auslandsaufenthalts hilfreich sein. Im Gegensatz zu einer Wohnung im Studentenwohnheim werden die Apartments jedoch selten möbliert und vollständig eingerichtet vermietet. Falls man sich dennoch für ein eigenes Apartment entscheidet, bekommt man die Möglichkeit, sich dieses nach dem eigenen Geschmack einzurichten.

Vorteile eines Apartments:

  • Durch ein eigenes Apartment erlangt man mehr Privatsphäre und Unabhängigkeit während des Auslandssemesters in den USA
  • Im Gegensatz zu einem Wohnheimplatz kann man eine eigene Wohnung oft günstiger mieten als ein Zimmer auf dem Campus
  • Da es keine Regeln und Vorschriften der Universität gibt, ist die Mobilität für Reisen und Wochenendausflüge oft höher als im Wohnheim
  • Die Mitbewohner für eine WG außerhalb eines Wohnheims werden nicht von der Universität zugeteilt

 

Nachteile eines Apartments:

  • Die Apartments werden in der Regel unmöbliert vermietet, sodass man sich für ein Auslandssemester in den USA eigene Möbel zulegen muss
  • Die Suche nach einem Apartment gestaltet sich vor dem Abflug in die USA oft als schwierig
  • Da das Apartment nicht wie ein Studentenwohnheim auf dem Campus liegt, kann die Entfernung zur Universität groß sein
  • Für ein eigenes Apartment fallen Nebenkosten an

Gastfamilie

Die dritte gängige Unterkunftsart neben dem Studentenwohnheim und einem eigenen Apartment ist die Unterkunft bei einer Gastfamilie. Diese garantiert viel Kontakt zur amerikanischen Bevölkerung und Kultur. Oft wird diese Möglichkeit für jüngere Studierende, die noch keine eigene Wohnung hatten, empfohlen. Trotz der Unterkunft außerhalb des Campus werden Gastfamilien von der Universität häufig unterstützt, sodass dennoch eine enge Bindung an die Universität existiert. Ähnlich wie bei einer Suche nach einem eigenen Apartment gestaltet sich die Suche nach einer Gastfamilie jedoch oft schwierig, da es keine einheitlichen Preismodelle gibt und die Kosten sehr unterschiedlich ausfallen können. Grundsätzlich ist die Unterkunft bei einer Gastfamilie dennoch günstiger als ein Platz im Studentenwohnheim.

Vorteile einer Gastfamilie:

  • Während des Auslandssemesters lernt man die amerikanische Kultur und den Alltag in den USA gut kennen
  • Preise und Kosten für eine Gastfamilie sind oft gering
  • Da die Verpflegung durch die Gastfamilie gesichert ist, bleibt mehr Zeit für Freizeitaktivitäten, Reisen und Ausflüge
  • Die Unterkunft ist bereits vor dem Abflug in die USA gesichert

 

Nachteile einer Gastfamilie:

  • Die Unabhängigkeit ist etwas eingeschränkter als bei anderen Unterkunftsarten